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Network School Erfahrungsbericht: 3 Monate Coliving und Workation auf einer Insel bei Singapur

Mein ehrlicher Erfahrungsbericht nach 3 Monaten Network School. Coliving, Workation und Community auf einer Insel nahe Singapur. Was hat es gebracht? Was würde ich anders machen?

3. März 2026 · 7 Min. Lesezeit

Network School Erfahrungsbericht: 3 Monate Coliving und Workation auf einer Insel bei Singapur

Warum ich zur Network School gegangen bin

Ich hatte seit Monaten das Gefühl, auf der Stelle zu treten. Mein Business lief, aber mir fehlte der Austausch mit Gleichgesinnten. Berlin war gut, aber die Szene fühlte sich müde an. Immer die gleichen Gespräche, immer die gleichen Events.

Als ich von der Network School hörte, war ich skeptisch. Eine Community auf einer Insel nahe Singapur? Klingt nach Urlaub, nicht nach Arbeit. Aber ich hatte genug von "ich mache mal alles alleine" und wollte etwas Neues ausprobieren.

Also habe ich mich beworben, einen Flug gebucht und bin für drei Monate hingegangen. Hier ist mein ehrlicher Erfahrungsbericht.

Die ersten Tage: Ankommen und Einleben

Der erste Tag ist überwältigend. Du kommst an, beziehst dein Zimmer und plötzlich bist du umgeben von 300+ Menschen, die alle remote arbeiten, Startups bauen oder als Freelancer unterwegs sind. Aus über 80 Ländern.

Das Onboarding ist gut organisiert. Du bekommst eine Tour, lernst die wichtigsten Leute kennen und wirst in Slack-Gruppen und Chat-Kanäle eingeladen. Nach zwei Tagen fühlt es sich an, als wärst du schon ewig da.

Was mich überrascht hat: Die Vielfalt. Da sind 22-jährige Entwickler aus Lagos neben 45-jährigen Serial Entrepreneurs aus San Francisco. Ein indischer AI-Forscher neben einer brasilianischen Designerin. Und irgendwie funktioniert es, weil alle das Gleiche wollen: etwas aufbauen.

Mein typischer Tag an der Network School

Ein normaler Tag sah ungefähr so aus:

7:00 Frühstück am Meer. Kein Kochen, kein Einkaufen. Du gehst einfach hin und isst.

8:00-12:00 Fokuszeit im Coworking Space. Gutes Internet, ruhige Atmosphäre. Die meisten arbeiten hier konzentriert an ihren Projekten. Kein Small Talk, kein Ablenkung.

12:00 Gemeinsames Mittagessen. Das ist mehr als nur Essen. Du setzt dich an einen Tisch mit Leuten, die du noch nicht kennst, und führst Gespräche, die dich weiterbringen. Manche meiner besten Ideen kamen beim Mittagessen.

13:00-17:00 Weiterarbeiten, Meetings, Kollaborationen. Nachmittags wird es interaktiver. Leute tauschen sich aus, arbeiten an gemeinsamen Projekten, geben sich Feedback.

17:00 Gym mit Personal Trainer. Das ist nicht optional. Jeden Tag Training. Am Anfang fand ich das streng, nach zwei Wochen wollte ich es nicht mehr missen. Die körperliche Routine gibt dem Tag Struktur und dir Energie.

19:00 Abendessen und Community Events. Vorträge, Workshops, manchmal einfach nur zusammen am Strand sitzen. Es gibt immer etwas, aber nichts ist Pflicht (ausser dem Sport).

Das Beste an diesem Ablauf: Du musst null Entscheidungen über den Alltag treffen. Kein "Was esse ich?", kein "Wo arbeite ich?", kein "Soll ich ins Gym?". Alles ist da. Du musst nur auftauchen.

Die Community: Das Herzstueck

Ich habe in meinem Leben viele Coworking Spaces, Konferenzen und Retreats besucht. Nichts kommt an die Network School ran.

Der Unterschied ist simpel: Du lebst mit diesen Menschen zusammen. Nicht für drei Tage auf einer Konferenz, sondern für Wochen und Monate. Da entstehen echte Beziehungen. Du kennst die Projekte der anderen, ihre Herausforderungen, ihre Fortschritte. Und sie kennen deine.

Ein paar Beispiele, was passiert ist:

  • Ich habe einem Gründer aus Indonesien beim UX-Design geholfen. Er hat mir im Gegenzug seine Vertriebsstrategie für Südostasien erklärt.
  • Ein Entwickler aus Nigeria hat mir gezeigt, wie er mit AI-Tools in zwei Tagen einen MVP gebaut hat. Das hat meine eigene Arbeitsweise komplett verändert.
  • Durch ein Gespräch beim Abendessen bin ich an einen Freelance-Auftrag gekommen, der meinen gesamten Aufenthalt refinanziert hat.

Das ist kein Networking im klassischen Sinn. Kein Visitenkarten-Tausch, kein LinkedIn-Connect. Es passiert organisch, weil du jeden Tag mit diesen Menschen zusammen bist.

Die Vorträge und das Curriculum

Woechentlich kommen Gründer und Investoren für Talks und Q&A-Sessions. Ich habe Vorträge von Vitalik Buterin, Jesse Pollak und anderen erlebt. Nicht in einer Messehalle vor tausend Leuten, sondern in kleiner Runde mit der Möglichkeit, direkt Fragen zu stellen.

Das Curriculum ist in drei Bereiche aufgeteilt:

Learn

Kurse zu AI-Tools (Ollama, Midjourney, ChatGPT), Krypto (Solana, Ethereum), Social Media Marketing und mehr. Ich habe vor allem die AI-Kurse genutzt und dort meine Vibe-Coding-Skills massiv ausgebaut. Statt wochenlang an einem Prototyp zu sitzen, konnte ich mit AI-Tools in Tagen funktionierende Apps bauen.

Earn

Fokus auf Online-Einkommen. Hier geht es darum, dein Remote-Business aufzubauen oder zu skalieren. Für mich als UX-Freelancer war besonders der Austausch mit anderen Freelancern wertvoll: Wie setzen sie ihre Preise? Wie finden sie Kunden? Wie automatisieren sie repetitive Aufgaben?

Burn

Tägliches Training. Krafttraining, Laufen, funktionelles Training. Mit Personal Trainern, die wissen, was sie tun. Nach drei Monaten war ich in der besten Form meines Lebens. Und das Beste: Die Fitness-Routine hat sich auf meine Produktivität übertragen. Mehr Energie, besserer Schlaf, klareres Denken.

Was ich gelernt habe

Drei Monate sind lang genug, um echte Veränderungen zu bemerken. Hier sind meine wichtigsten Erkenntnisse:

1. Umgebung formt Verhalten

Wenn alle um dich herum bauen und gründen, baust und gruendest du auch. In Berlin habe ich abends Netflix geschaut. An der Network School habe ich abends an Side Projects gearbeitet. Nicht weil mich jemand dazu gezwungen hat, sondern weil die Energie ansteckend ist.

2. Einsamkeit ist das größte Problem für digitale Nomaden

Ich wusste das theoretisch. An der Network School habe ich es wirklich verstanden. Die meisten Nomaden, die ich getroffen habe, sind nicht wegen des Wetters gekommen. Sie kamen, weil sie sich allein fühlen. Coliving löst dieses Problem auf eine Art, die kein Coworking Space und keine Online-Community kann.

3. Weniger Alltag bedeutet mehr Output

Ohne Kochen, Putzen, Einkaufen und Pendeln hatte ich pro Tag locker 2-3 Stunden mehr für produktive Arbeit. Über drei Monate sind das 180-270 Stunden. Das ist ein komplettes Side Project.

4. Netzwerk schlaegt Fähigkeiten

Klingt abgedroschen, ist aber wahr. Die Kontakte, die ich an der NS geknüpft habe, haben mir mehr gebracht als jeder Online-Kurs. Ein einziges Gespräch mit der richtigen Person kann dein Business verändern.

5. Fitness ist nicht optional

Ich habe vorher unregelmäßig Sport gemacht. An der NS war es täglich. Der Unterschied in Energie und Fokus war enorm. Seitdem ist Sport für mich nicht mehr "nice to have", sondern Grundlage für alles andere.

Die Nachteile: Was mich gestoert hat

Kein Ort ist perfekt. Hier sind die Dinge, die ich weniger gut fand:

Wenig Privatsphäre (geteiltes Zimmer)

Wenn du das geteilte Zimmer nimmst, teilst du dir den Raum mit jemandem. Das kann toll sein (mein Mitbewohner wurde ein guter Freund) oder nervig (unterschiedliche Schlafzeiten). Für Introvertierte ist das Einzelzimmer die bessere Wahl.

Die Blase

300+ Technik-Optimisten auf einer Insel. Das ist inspirierend, kann aber auch eine Blase sein. Du hörst viel über Krypto, AI und Startups, wenig über andere Lebensentwürfe. Das muss man mögen.

Internet-Ausfaelle

Selten, aber sie passieren. Für die meisten kein Problem, aber wenn du Kundencalls hast, kann es stressig werden. Tipp: Hol dir eine lokale SIM-Karte als Backup.

Hitze und Luftfeuchtigkeit

Es ist tropisch. 30+ Grad, hohe Luftfeuchtigkeit. Die Räume sind klimatisiert, aber draussen schwitz du. Wenn du Kälte brauchst, ist Südostasien nicht dein Ort.

Für wen ist die Network School geeignet?

Perfekt für dich, wenn:

  • Du als Freelancer, Gründer oder Remote-Arbeiter ortsunabhängig arbeitest
  • Dir Community und Netzwerk wichtiger sind als günstiger Preis
  • Du dich in einem produktiven Umfeld weiterentwickeln willst
  • Du offen bist für tägliches Training und Struktur
  • Du Englisch sprichst (die Community ist international)

Eher nicht, wenn:

  • Du viel Privatsphäre brauchst und nicht gern unter Menschen bist
  • Du ein großes Team vor Ort hast
  • Du einfach nur günstig leben willst (Chiang Mai ist dann besser)
  • Du kein Interesse an Tech, Startups oder Krypto hast

Mein Fazit nach 3 Monaten

Die Network School war eine der besten Entscheidungen, die ich getroffen habe. Nicht weil der Ort so schön ist (ist er, aber das ist nicht der Punkt). Sondern weil die Kombination aus Community, Struktur und Fokus etwas bewirkt, das ich alleine nie hinbekommen hätte.

Ich bin als UX-Freelancer hingegangen und als UX-Freelancer mit Vibe-Coding-Skills, einem internationalen Netzwerk und einer komplett neuen Arbeitsweise zurückgekommen.

Drei Monate Network School haben mir mehr gebracht als ein Jahr allein in Berlin. Nicht weil Berlin schlecht ist, sondern weil das richtige Umfeld alles verändert.

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Willst du wissen, was es kostet? Hier ist unser detaillierter Kostenvergleich mit Berlin, München, Lissabon und Chiang Mai.

Noch nicht sicher, was die Network School ist? Lies unseren kompletten Guide.

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