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3 Monate Network School als Freelancer: Wie ich Kunden, Finanzen und Remote-Setup vorbereitet habe (und was ich anders machen würde)

So bereitest du 3 Monate Network School als Freelancer vor: Kosten, Kunden-Management, Zeitzone Astana, Steuerrecht und ehrliche Nachbetrachtung.

25. Sept. 2026 · 13 Min. Lesezeit

3 Monate Network School als Freelancer: Wie ich Kunden, Finanzen und Remote-Setup vorbereitet habe (und was ich anders machen würde)

Vier Wochen vor meinem Abflug nach Astana hatte ich eine ungelesene Nachricht auf dem Handy. Ein langjähriger Stammkunde, kein schwieriger Typ, aber einer, der gewohnt ist, dass ich schnell antworte. Ich wusste, dass das Gespräch kommen würde: "Wie soll das jetzt die nächsten drei Monate laufen?"

Ich erinnere mich noch genau, wie ich die Nachricht immer wieder wegscrollen habe. Nicht weil es kompliziert war, sondern weil ich bis drei Monate vorher selbst gedacht hatte: Das geht doch nicht. Drei Monate weg, Kunden im Unklaren, Einnahmen ungewiss, und das alles für ein Programm in Kasachstan, das ich hauptsächlich aus Twitter kannte.

Was ich gelernt habe: Es geht. Aber es geht nicht, wenn man es zwei Wochen vor dem Abflug anfängt zu planen.

Dieser Post ist alles, was ich mir vor der Vorbereitung gewünscht hätte. Konkrete Zahlen, ehrliche Einschätzungen, keine Jubelbotschaften.

Die größte Angst vor NS: "Ich kann mein Business doch nicht 3 Monate pausieren"

Spoiler: Du pausierst dein Business gar nicht. Du optimierst es bevor du fährst.

Das ist der Framing-Fehler, der die meisten Freelancer aufhält. "Drei Monate Pause" klingt nach drei Monaten ohne Einnahmen. Das stimmt nicht, wenn man die Vorbereitung ernst nimmt.

Die Vorbereitung selbst ist ein Upgrade für das eigene Business. Wer zwingt sich endlich, die Retainer-Gespräche zu führen, die er seit Monaten vor sich herschiebt? Wer wechselt endlich weg von dem einen Kunden, der 30% der Zeit kostet und 15% des Umsatzes bringt? Wer automatisiert endlich die Rechnungsstellung?

NS hat bei mir dazu geführt, dass ich mein Business strukturierter aufgestellt hatte als in den vier Jahren davor. Nicht weil NS das direkt lehrt, sondern weil ein konkreter Abflugtermin wunderbar konzentriert.

Was wirklich die meisten Freelancer aufhält: Angst vor Einnahmeausfall, nicht das Programm selbst

Ich habe in der NS-Alumni-Gruppe mit mehr als einem Dutzend Freelancern gesprochen, die überlegt haben, ob NS passt. Das häufigste Zögern ist immer dasselbe: "Was ist, wenn meine Kunden abspringen, während ich weg bin?" Nicht: "Was ist, wenn der Campus schlecht ist?" Nicht: "Was ist, wenn Kasachstan nicht passt?"

Die Angst ist berechtigt. Projektbasierte Arbeit ist tatsächlich anfällig. Ein Kunde, der auf Abruf bucht, kann während deiner Abwesenheit einen anderen Freelancer finden. Das ist eine reale Möglichkeit. Die Lösung ist aber nicht, nicht zu fahren, sondern die Kundenstruktur vorher zu verändern.

Die Realität nach dem Gespräch mit anderen NS-Alumni: Die meisten haben ihre besten Monate mit und nach NS gemacht

Das klingt nach Wunschdenken, aber ich habe es zu oft gehört, um es als Zufall abzutun. An der Network School habe ich das in Gesprächen immer wieder so gehört: Der Return on Investment kommt weniger aus dem Programm selbst als aus dem Netzwerk danach.

Warum? Zwei Gründe. Erstens: NS-Alumni sind eine aktive Empfehlungsquelle. Wenn man drei Monate mit Leuten verbracht hat, die ähnliche Arbeit machen, entstehen Aufträge. Viele Freelancer berichten von Projekten, die direkt aus NS-Kontakten kamen, noch während sie vor Ort waren.

Zweitens: Die Vorbereitung zwingt zur Professionalisierung. Wer Retainer-Verträge abschließt, um die NS-Zeit zu finanzieren, behält diese Struktur auch danach.

People Also Ask: Wie finanziere ich 3 Monate Network School als Freelancer?

Die ehrliche Antwort: durch intensive Vorarbeit in den sechs bis acht Wochen davor. Zwei bis drei Monate Einnahmen aufbauen, bevor man fährt. Retainer-Verträge mit Bestandskunden. Idealerweise einen zweiten Einnahmestrom, der ohne direkte Stundenlohnarbeit läuft.

Das klingt nach viel. Es ist auch Arbeit. Wer die Vorbereitung als lästige Pflicht sieht, hat das Prinzip noch nicht verstanden.

Finanzen: Was 3 Monate NS wirklich kosten und wie ich es geplant habe

NS-Mitgliedschaft: ab $900/Monat (Astana Campus 2026) = ca. 830 EUR/Monat

Der Astana-Campus läuft seit August 2026. Der Basispreis liegt bei $900 pro Monat. Darin enthalten sind Unterkunft, Mahlzeiten, Gym-Zugang und Coworking im Astana Hub - dem staatlich geförderten Tech-Accelerator, der auf dem fünften Stockwerk des Gebäudes sitzt.

Das ist kein Hostel-Niveau. Der Astana Hub ist Kasachstans Flagship-Ökosystem für Tech-Unternehmen, mit Investorennetzwerk, Accelerator-Programm und staatlichem Backing. Mehr zum Campus im Network-School-Astana-Post. Und wenn du die Kosten-Nutzen-Frage grundsätzlich durchrechnen willst, findest du im Artikel zu Network School Kosten: lohnt es sich? die vollständige Aufstellung.

Flug und lokale Kosten Astana: einmalig 600-900 EUR, lokal günstig

Direkte Flüge Frankfurt-Astana gibt es nicht. Die gängigen Routen gehen über Istanbul, Dubai oder Wien. Reisezeit: 8 bis 11 Stunden. Ein Hin-Rückflug kostet 600 bis 900 EUR, je nach Buchungszeitpunkt. Wer frühzeitig bucht, kommt auch unter 650 EUR.

Da Unterkunft und Essen in der Mitgliedschaft enthalten sind, halten sich zusätzliche lokale Kosten in Grenzen. Ausflüge, Restaurantbesuche außerhalb des Campus, lokaler Transport: 150 bis 250 EUR pro Monat sind realistisch.

Gesamtbudget für 3 Monate realistisch: 4.000-5.000 EUR inkl. Mitgliedschaft, Flug, Lebenshaltung

Die Aufschlüsselung sieht ungefähr so aus:

PostenBetrag
Mitgliedschaft 3x $900ca. 2.500 EUR
Flug Hin und Zurückca. 600-900 EUR
Lokale Extras (3 Monate)ca. 500-800 EUR
Puffer/Unvorhergesehenes400-800 EUR
Gesamtca. 4.000-5.000 EUR

Das ist weniger als ein Monat in Lissabon oder Barcelona, wenn man eine vergleichbare Unterkunft mit Coworking und Netzwerk-Qualität einrechnet. Kasachstan ist deutlich günstiger als Westeuropa - und das merkt man vor allem bei den Extras.

Wie ich den Puffer finanziert habe: 2 Monate vorher intensiv buchen, Retainer sichern

Meine Strategie war simpel: In den zwei Monaten vor dem Abflug habe ich gezielt mehr Projekte angenommen als üblich. Nicht alles, was angeboten wurde, aber selektiv die gut bezahlten, schnell umsetzbaren. Das Ziel war, drei Monate Kosten vorab auf dem Konto zu haben.

Parallel habe ich drei Bestandskunden auf Retainer-Modelle umgestellt. Mehr dazu im nächsten Abschnitt.

Kunden-Management: Wie du Bestandskunden vorbereitest ohne sie zu verlieren

Timing der Kommunikation: 6-8 Wochen vorher offen ansprechen, nicht erst 2 Wochen davor

Der häufigste Fehler ist zu späte Kommunikation. Zwei Wochen vor dem Abflug zu sagen "übrigens, ich bin drei Monate in Kasachstan" erzeugt Panik. Sechs bis acht Wochen vorher zu kommunizieren gibt Kunden Zeit, sich zu organisieren, und dir Zeit für Gespräche.

Meine konkrete Formulierung war ungefähr so: "Ich werde von Oktober bis Dezember aus Astana arbeiten. Die Zeitzonendifferenz beträgt vier Stunden. Ich bin weiterhin erreichbar, aber in festen Zeitfenstern. Lass uns besprechen, wie wir das für dich am besten gestalten."

Kein Drama, keine Rechtfertigung. Einfach Information mit einer klaren Einladung zur Lösung.

Retainer-Modell als Lösung: Kunden auf 10-15h/Monat fixiert umstellen

Retainer-Verträge lösen das Grundproblem projektbasierter Arbeit: Unsicherheit auf beiden Seiten. Der Kunde weiß, er hat dich monatlich für ein definiertes Kontingent. Du weißt, du hast einen fixen Betrag, egal ob ein Großprojekt läuft oder nicht.

Für die NS-Vorbereitung ist das ideal. Drei Kunden mit je 10 bis 15 Stunden Retainer ergibt 30 bis 45 Stunden monatlich gesicherte Arbeit. Bei einem Stundensatz von 80 bis 120 EUR sind das 2.400 bis 5.400 EUR monatlich, bevor du überhaupt neue Projekte anfasst.

Den Artikel über Kunden gewinnen ohne Kaltakquise empfehle ich, wenn du Retainer-Gespräche konkret angehen willst.

Was Kunden wirklich wollen: Verlässlichkeit, nicht Ständig-Verfügbarkeit

Zwei Gespräche mit langjährigen Kunden haben mir das klargemacht: Die wenigsten erwarten, dass du in 20 Minuten antwortest. Sie erwarten, dass du in 24 Stunden antwortest und lieferst, was du versprochen hast.

Kasachstan mit UTC+5 bedeutet: Ein deutscher Kunde schreibt dir um 9 Uhr morgens, du sitzt in Astana und es ist 13 Uhr. Du hast seinen gesamten Nachmittag, um zu antworten. Das funktioniert besser als viele erwarten.

Kunden die nicht überleben werden: Manchmal ist NS der Anlass für einen überfälligen Wechsel

Ich hatte einen Kunden, der faktisch Bereitschaftsdienst erwartete: Antworten am Wochenende, kurzfristige Änderungsanfragen ohne Vorlaufzeit. Mit dem NS-Abflug als Anlass habe ich das Gespräch geführt, das ich zwei Jahre vor mir hergeschoben hatte.

Manche Kunden sind für remote-fokussierte, strukturierte Arbeit einfach nicht geeignet. NS ist ein guter Moment, das zu erkennen und sauber zu beenden.

People Also Ask: Kann ich während der Network School weiterarbeiten?

Ja, und das ist explizit vorgesehen. NS ist kein Bildungsprogramm mit festem Lehrplan von 8 bis 18 Uhr. Die Struktur aus Coworking, Events und Community ist so gestaltet, dass Arbeit und NS parallel laufen.

Was erfahrene NS-Members betonen: Den ersten Monat nicht zu 80% mit Remote-Arbeit zu verbringen. Die Community, die Events, die Gespräche - das ist der eigentliche Return on Investment. Wer alle drei Monate am Laptop hängt wie zu Hause, hat die Hälfte des Mehrwerts liegen gelassen.

Remote-Work-Setup: Was ich vor dem Abflug technisch aufgebaut habe

Zeitzone Astana: UTC+5 = 4 Stunden Unterschied zu Deutschland im Winter

Astana liegt in UTC+5, ohne Sommerzeit. Deutschland liegt im Winter bei UTC+1 (CET) und im Sommer bei UTC+2 (CEST). Der Unterschied in der Praxis:

  • November bis März: 4 Stunden. 9 Uhr Berlin = 13 Uhr Astana.
  • April bis Oktober: 3 Stunden. 9 Uhr Berlin = 12 Uhr Astana.

In der Praxis bedeutet das: Morgens in Astana gehören dir. Deutsche Kunden melden sich ab Mittag. Calls liegen nachmittags bis frühen Abend Astana-Zeit. Das ist angenehmer als viele Asien-Zeitzonen und deutlich besser als Nordamerika.

Bankverbindung und Rechnungsstellung: SEPA und Überweisungen aus Kasachstan problemlos

Du bleibst mit deinem deutschen Konto angemeldet. SEPA-Überweisungen gehen problemlos, Rechnungen stellst du weiter in Euro aus. Dein Konto ist in Deutschland, dein Steuerrecht ist in Deutschland.

Für Kunden, die in anderen Währungen zahlen, oder für schnelle internationale Überweisungen ohne Bankgebühren, nutze ich [Wise][WISE_AFFILIATE_LINK]. Der Umrechnungskurs ist deutlich besser als bei klassischen Banken, und die App zeigt dir in Echtzeit, wann Zahlungen eingegangen sind - auch wenn du gerade vier Zeitzonen entfernt bist.

VPN und Sicherheit: Kasachstan hat spezifische Internet-Einschränkungen

Das ist ein Punkt, den ich unterschätzt hatte. Kasachstan blockiert eine Reihe von Websites - laut aktuellen Berichten mindestens 17 Medienseiten und über 70 Umgehungstools. Das betrifft in der Regel keine Business-Tools wie Notion, Figma oder GitHub, kann aber bestimmte Dienste treffen.

Meine Empfehlung: VPN vor dem Abflug einrichten, nicht erst in Astana. Ich nutze [NordVPN][NORDVPN_AFFILIATE_LINK] mit aktivierten Obfuscated Servers - die werden nicht als VPN-Traffic erkannt und funktionieren auch in eingeschränkteren Netzwerken. Einmal eingerichtet, läuft das still im Hintergrund.

Alles zur rechtlichen Absicherung bei Auslandsaufenthalten als Freelancer findest du im Workation-Rechtsguide.

Backup-Internet: Lokale eSIM (Kcell oder Beeline KZ) als Backup für Videocalls

Der Astana Hub hat gutes WLAN, aber für wichtige Client-Calls will ich nicht von einem einzigen Hotspot abhängig sein. Ich habe mir vor Ort eine SIM-Karte von Kcell besorgt, einem der größten kasachischen Anbieter. Das kostet wenige Euro und gibt dir LTE-Zugang als Fallback.

Airalo und Holafly bieten inzwischen auch eSIM-Pläne für Kasachstan an - praktisch, wenn dein Gerät eSIM unterstützt und du alles vor dem Abflug einrichten willst.

Equipment: Laptop, Headset, Netzteil - nichts Exotisches nötig

Kasachstan nutzt denselben Steckdosennorm wie Deutschland (Typ C/F). Kein Adapter nötig, Spannung identisch bei 220V.

Was sich bewährt hat: ein gutes USB-C-Headset mit Mikrofon für Calls, ein mobiler Monitor für arbeitsintensiverse Tage (optional), ein Laptop-Stand, damit man nicht wochenlang mit gebeugtem Nacken sitzt. Das wars. Kein Spezialequipment, kein aufwendiges Setup.

Steuer und Recht: Was du als Freiberufler vor 3 Monaten Kasachstan wissen musst

Unter 183 Tage in Kasachstan = deutsches Steuerrecht bleibt dominant

Die 183-Tage-Regel ist das wichtigste Konzept für Freelancer, die temporär ins Ausland gehen. Wer in einem Steuerjahr weniger als 183 Tage in Kasachstan verbringt, gilt dort steuerrechtlich nicht als ansässig. Drei Monate NS sind ungefähr 90 Tage. Du bist weit unter der Grenze.

Du bleibst unbeschränkt steuerpflichtig in Deutschland, zahlst Einkommensteuer in Deutschland, und die kasachischen Behörden haben keinen Anspruch auf dein Einkommen aus deutschen Projekten.

DBA Deutschland-Kasachstan existiert seit 1997 - doppelte Besteuerung ausgeschlossen

Deutschland und Kasachstan haben seit 1997 ein Doppelbesteuerungsabkommen. Es wurde am 26. November 1997 unterzeichnet und ist beim Bundesfinanzministerium dokumentiert. Es regelt klar: Ein in Deutschland ansässiger Freiberufler, der temporär in Kasachstan arbeitet, wird nicht doppelt besteuert.

Das ist keine Grauzone. Für einen dreimonatigen NS-Aufenthalt ohne kasachische Kunden und ohne kasachische Betriebsstätte ist die Lage eindeutig: Deutschland ist zuständig.

Du bleibst in Deutschland angemeldet: kein Umzug, nur temporärer Auslandsaufenthalt

NS-Teilnehmer melden sich in der Regel nicht in Deutschland ab. Du behältst deinen deutschen Wohnsitz - entweder die eigene Wohnung, eine Untermiete während der Abwesenheit oder den Hauptwohnsitz bei der Familie. Das Finanzamt betrachtet das als vorübergehenden Auslandsaufenthalt, nicht als Wegzug.

Wenn du dagegen einen dauerhaften Umzug nach Kasachstan überlegst, lohnt sich ein separater Blick. Den Kasachstan-Umzug-Artikel habe ich geschrieben, als der Astana-Campus eröffnet hat - er geht auf die längerfristigen steuerlichen und visumsrechtlichen Konsequenzen ein.

Steuerberater kurz informieren: 10 Minuten reichen für den Standardfall

Ich habe meinen Steuerberater vor dem Abflug kurz angerufen. Keine stundenlange Beratung, kein komplexes Memo. Der Inhalt: "Ich bin drei Monate in Kasachstan, unter 183 Tage, behalte deutschen Wohnsitz, weiter deutsches Einkommensteuerrecht." Die Reaktion: "Alles gut, keine Besonderheiten."

Wer keinen Steuerberater hat: Für diese spezifische Frage reicht auch eine schriftliche Kurzanfrage beim Finanzamt oder ein Einzel-Beratungstermin für 50 bis 100 EUR.

Was ich anders machen würde (ehrliche Nachbetrachtung)

Früher kommunizieren: 3 Monate statt 6 Wochen Vorlaufzeit ist besser

Ich habe meine Kunden sechs Wochen vor dem Abflug informiert. Das war zu spät. Ein Retainer-Vertrag, den ich gerne gehabt hätte, kam nicht zustande, weil der Kunde intern nicht genug Vorlaufzeit hatte, um auf ein Retainer-Modell zu wechseln.

Drei Monate Vorlaufzeit gibt echten Spielraum. Mehr Zeit für Retainer-Gespräche, mehr Zeit für saubere Projektübergaben, mehr Zeit für Backup-Kunden, falls ein Stammkunde doch nicht mitziehen will.

Mehr Retainer-Kunden vorher sichern: Projektbasierte Arbeit ist der anfälligste Part

Ich bin mit zwei festen Retainern und einer projektbasierten Kundenbeziehung nach Astana geflogen. Der projektbasierte Kunde hat nach dem ersten Monat einen anderen Freelancer für eine kurzfristige Aufgabe genommen, weil ich für sein spontanes Briefing nicht sofort verfügbar war.

Nicht dramatisch, aber vermeidbar. Drei Retainer statt zwei, und das hätte sich nicht ergeben.

Den ersten Monat nicht "voll arbeiten" wollen: NS ist intensiv - voller Fokus bringt mehr Return

Das ist das, was mir rückblickend am deutlichsten ist. Im ersten Monat war ich noch im Remote-Work-Modus: vormittags Calls, nachmittags Deliverables. Das hat funktioniert, aber ich habe dabei Events verpasst, Gespräche zu früh beendet und war abends zu müde für tiefere Community-Gespräche.

NS ist am wertvollsten, wenn man sich wirklich drauf einlässt. Nicht als Coworking-Space mit besserem Netzwerk, sondern als Community-Erfahrung. Den zweiten und dritten Monat habe ich das anders gemacht - und der Unterschied war spürbar.

Bereit für den nächsten Schritt?

Wenn du schon länger überlegst, ob NS für dich passt, aber immer noch die Kunden-Frage, die Finanzfrage oder die Zeitzone im Hinterkopf hast: Ich hoffe, dieser Post hat geholfen, das konkreter zu machen.

Die ehrliche Zusammenfassung: NS mit einem gut vorbereiteten Freelance-Business ist machbar und lohnend. NS ohne Vorbereitung als Rettung für ein stagnierendes Business - das funktioniert weniger gut.

Der Bewerbungsprozess selbst ist übrigens weniger einschüchternd als er klingt. Den Guide zur NS-Bewerbung habe ich separat geschrieben - dort findest du alles Schritt für Schritt, inklusive worauf es bei der Application ankommt.

Wenn du dich bewerben willst: Hier geht es zur Bewerbung mit meinem Link - das spart dir 25% auf den ersten Monat.


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