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Freelancer Altersvorsorge 2026: Rürup, ETF-Depot und das neue Altersvorsorgedepot ab 2027

Altersvorsorge Selbstständige 2026: Rürup, ETF-Depot und das neue Altersvorsorgedepot ab 2027 - erstmals staatliche Zulage auch für alle Freelancer.

12. Apr. 2026 · 12 Min. Lesezeit

Freelancer Altersvorsorge 2026: Rürup, ETF-Depot und das neue Altersvorsorgedepot ab 2027

Jahrelang habe ich die Altersvorsorge vor mir hergeschoben. Jedes Quartal kam der gleiche innerliche Monolog: "Nächstes Jahr, wenn ich mehr verdiene." Dann ist mir eine Zahl aus dem Freelancer-Kompass 2026 begegnet, die mich ernsthaft aufgeweckt hat: 55% der Selbstständigen sorgen sich um ihre finanzielle Situation im Alter. 2024 waren es noch 39%. Die Kurve zeigt steil nach oben.

Und fast zeitgleich hat der Bundestag am 27. März 2026 einen Beschluss gefasst, der die Altersvorsorge für Selbstständige in Deutschland grundlegend verändert. Wenn du noch nie von einem "Altersvorsorgedepot" gehört hast, bist du in guter Gesellschaft. Der Beschluss ist gerade mal neun Tage alt, als ich diesen Artikel schreibe.

Das Rentenproblem der Selbstständigen: Warum die meisten Freelancer zu wenig vorsorgen (und warum ich lange einer davon war)

Als Angestellter läuft die Altersvorsorge automatisch. Der Arbeitgeber zahlt die Hälfte der GRV-Beiträge, der Rest verschwindet vom Bruttolohn, und fertig. Als Freelancer tut niemand das für dich.

Ich bin UX-Designer und Vibe-Coder. Keine Pflichtversicherung in der Deutschen Rentenversicherung, kein Versorgungswerk, kein Arbeitgeber, der irgendwas einzahlt. Komplett auf mich gestellt.

Das führt offenbar zu dem, was die Zahlen zeigen. Laut Freelancer-Kompass 2026 haben 26% der Selbstständigen keinerlei private Altersvorsorge aufgebaut. Null. Nichts. Das Berliner DIW schätzt, dass mehr als 700.000 Selbstständige konkret von Altersarmut bedroht sind.

Die Ursachen sind fast immer psychologisch:

Der "Ich-investiere-in-mein-Business"-Reflex. Klingt erstmal plausibel. Ist es selten. Das Business ist kein liquider Asset, der ab 67 monatlich Geld ausschüttet.

Komplexitätslähmung. GRV, Rürup, Riester, ETF, Nettopolice, Bruttopolice, Versorgungswerk... wo soll man anfangen? Die meisten tun es gar nicht.

Volatile Einnahmen. In guten Monaten denkt man nicht ans Sparen. In schlechten hat man nichts zu sparen.

Das kenne ich alles aus eigener Erfahrung. Dieser Artikel ist also kein moralischer Zeigefinger, sondern mein ehrlicher Überblick über die Optionen, die wir als Freelancer 2026 haben.

Die drei Wege zur Altersvorsorge als Freelancer in Deutschland

Als Freelancer gibt es drei relevante Bausteine: die gesetzliche Rentenversicherung (freiwillig oder Pflicht je nach Berufsgruppe), die Rürup-Rente und das ETF-Depot. Jeder hat andere Stärken.

Gesetzliche Rentenversicherung: freiwillig oder Pflicht für bestimmte Berufsgruppen

Ob du in die GRV einzahlen musst, hängt von deiner Tätigkeit ab.

Pflichtversichert in der GRV sind zum Beispiel Lehrer, Pflegepersonen und Handwerker mit Meistertitel (erste 18 Jahre). Künstler und Publizisten zahlen über die Künstlersozialkasse (KSK) ein - die übernimmt sogar die Hälfte des Beitrags.

In ein Versorgungswerk zahlen Ärzte, Rechtsanwälte, Architekten, Notare, Steuerberater und andere Kammerberufe ein. Das ist kein GRV-Beitrag, aber wirtschaftlich ähnlich strukturiert.

UX-Designer, Entwickler, Marketing-Freelancer wie ich: keine Pflicht. Ich kann freiwillig einzahlen, muss es aber nicht.

Freiwillige GRV-Beiträge 2026:

  • Mindestbeitrag: 112,16 EUR/Monat
  • Regelbeitrag: 735,63 EUR/Monat
  • Höchstbeitrag: 1.571,70 EUR/Monat

Ich zahle nicht freiwillig in die GRV ein. Der Hauptgrund ist mangelnde Flexibilität. Als Freelancer mit schwankenden Einnahmen ist ein fester monatlicher Beitrag oft unpassend. Die erwarteten Rentenleistungen im Verhältnis zum Beitrag sind außerdem wenig überzeugend. Die einzige Ausnahme: wer eine Erwerbsminderungsrente als Absicherung haben möchte, kann sich das überlegen.

Rürup-Rente (Basisrente): Maximaler Steuervorteil bis 30.826 EUR/Jahr in 2026

Die Rürup-Rente ist das wichtigste Steuersparinstrument für gut verdienende Freelancer. Im Jahr 2026 kannst du bis zu 30.826 EUR einzahlen und den gesamten Betrag als Sonderausgaben von der Steuer absetzen. Seit 2023 ist die Abzugsfähigkeit auf 100% gestiegen.

Was das konkret bedeutet, zeigt ein Beispiel:

Du verdienst als Freelancer 80.000 EUR Jahresgewinn. Dein Grenzsteuersatz liegt bei etwa 42%. Du zahlst 15.000 EUR in eine Rürup-Nettopolice ein. Das spart dir ungefähr 6.300 EUR Steuern in diesem Jahr. Das Geld arbeitet weiter, und der Fiskus hat es mitfinanziert.

Wichtiger Vorteil gegenüber Angestellten: Angestellte, die GRV-Beiträge zahlen, sehen ihre Rürup-Obergrenze um diese Beiträge reduziert. Freelancer ohne GRV-Pflicht können die vollen 30.826 EUR ausschöpfen.

Unbedingt beachten: Nettopolice vs. Bruttopolice. Es gibt Rürup-Produkte als Bruttopolice, bei denen bis zu 14% der eingezahlten Summe als Vermittlerprovision abfließen. Du finanzierst im ersten Jahr hauptsächlich den Berater, nicht deine Rente. Kaufe ausschließlich Nettopolicen, am besten über einen Honorarberater.

Nachteile der Rürup:

  • Nicht kündbar (Kapital ist bis zur Rente gebunden)
  • Auszahlung frühestens ab 62 Jahren
  • Nur als lebenslange Rente, keine Einmalzahlung
  • Vollständig steuerpflichtig in der Auszahlungsphase

Für wen lohnt sie sich? Ab einem Jahresgewinn von ca. 40.000-50.000 EUR, wenn der Grenzsteuersatz über 35% liegt und kein baldiges Auswandern geplant ist.

Mehr zu den steuerlichen Grundlagen als Freelancer findest du in meinem Artikel zur Steuererklärung 2025 für Freelancer.

ETF-Depot: Maximale Flexibilität ohne Versicherungsmantel

Das ETF-Depot ist das Gegenteil der Rürup. Kein Steuervorteil beim Einzahlen, aber maximale Flexibilität: jederzeit kaufen, verkaufen, pausieren, Broker wechseln.

Steuerlich funktioniert das reguläre ETF-Depot so:

  • Abgeltungsteuer: Gewinne beim Verkauf werden mit 26,375% (inkl. Solidaritätszuschlag) besteuert
  • Teilfreistellung: Bei Aktien-ETFs sind 30% der Gewinne steuerfrei. Effektiver Steuersatz: ca. 18,5%
  • Sparerpauschbetrag: 1.000 EUR/Jahr steuerfrei (2.000 EUR bei Verheirateten)
  • Vorabpauschale: Jedes Jahr im Januar wird eine fiktive Mindestrendite besteuert, auch ohne Verkauf. Basiszins 2026: 3,20%. Relevant bei großen Depots, die über Jahre wachsen.

Für einen kostenlosen ETF-Sparplan sind aktuell Trade Republic (0 EUR pro Ausführung, über 2.490 ETFs, 2,00% p.a. auf Cashguthaben) und Scalable Capital (0 EUR pro Ausführung, über 3.000 ETF-Sparpläne, 2,50% p.a. auf Cashguthaben) die meistgenutzten Plattformen unter deutschen Freelancern. Ich nutze Trade Republic für meinen monatlichen Sparplan.

Das neue Altersvorsorgedepot ab 2027: Was der Bundestag-Beschluss vom 27. März 2026 für Freelancer bedeutet

Jetzt wird es richtig interessant. Der Bundestag hat am 27. März 2026 das Altersvorsorgereformgesetz beschlossen. Ab dem 1. Januar 2027 gibt es ein neues Instrument: das Altersvorsorgedepot, also den direkten Nachfolger der Riester-Rente.

Bis zu 540 EUR staatliche Zulage pro Jahr - auch für Selbstständige (neu!)

Das ist die wichtigste Neuerung überhaupt: Alle Selbstständigen sind erstmals förderberechtigt.

Der alte Riester schloss die meisten Freelancer komplett aus. Das neue Altersvorsorgedepot öffnet die staatliche Förderung für schätzungsweise 4 Millionen Selbstständige in Deutschland. Wer eine Steuererklärung unter § 15 oder § 18 EStG abgibt, ist dabei.

Die Förderstruktur ist gestaffelt:

Einzahlung pro JahrFörderquoteStaatliche Zulage
Bis 360 EUR50 Cent je Eurobis 180 EUR
361 bis 1.800 EUR25 Cent je Eurobis 360 EUR
Gesamt (Grundzulage)bis 540 EUR/Jahr
Pro Kind mit Kindergeld+ 300 EUR/Kind
Einmalbonus unter 25 Jahreeinmalig+ 200 EUR

Um die volle Grundzulage von 540 EUR mitzunehmen, musst du 1.800 EUR pro Jahr einzahlen. Das sind 150 EUR im Monat. Realistisch für die meisten Freelancer.

Zum Vergleich: Der alte Riester-Basissatz lag bei 175 EUR/Jahr. Das neue Depot ist etwa dreimal attraktiver.

Wie das Altersvorsorgedepot funktioniert und wer es nutzen kann

Das Altersvorsorgedepot ist kein Versicherungsprodukt. Es ist ein echtes ETF-Depot mit staatlicher Zulage und einigen besonderen Regeln:

Vorteile gegenüber einem regulären ETF-Depot:

  • Keine Vorabpauschale während der Ansparphase (bedeutender Kostenvorteil bei langen Laufzeiten)
  • Keine Kapitalertragsteuer auf Gewinne beim Rebalancing innerhalb des Depots
  • Staatliche Zulage bis 540 EUR/Jahr
  • Maximale Kosten gesetzlich auf 1% p.a. gedeckelt
  • Beiträge bis 1.800 EUR/Jahr als Sonderausgaben abzugsfähig

Rahmenbedingungen:

  • Mindestbeitrag: 120 EUR/Jahr (10 EUR/Monat)
  • Maximaler geförderter Beitrag: 1.800 EUR/Jahr
  • Zusätzliche Einzahlungen bis 6.840 EUR/Jahr möglich (ohne Zulage, aber steuerlich begünstigt)
  • Erste zertifizierte Anbieter ab Mitte 2026, Produkte verfügbar ab 1. Januar 2027
  • Auszahlung: zwischen 65 und 70 Jahren, monatliche Raten bis 85 oder Leibrente
  • Einmalige Teilauszahlung von bis zu 30% des Depotwertes zum Rentenbeginn möglich

Wichtige Einschränkung: Das Kapital ist langfristig gebunden. Bei vorzeitiger Entnahme oder schädlicher Verwendung müssen alle Zulagen zurückgezahlt werden.

Rürup + Altersvorsorgedepot: Warum die Kombination 2027 die beste Strategie werden könnte

Für Freelancer mit mittlerem bis hohem Einkommen zeichnet sich ab 2027 eine klare Kombinationsstrategie ab:

Rürup für den Steuerhebel: Die volle Absetzbarkeit bis 30.826 EUR bleibt das stärkste Instrument für hohe Einkommen. Wer 60.000 EUR+ verdient und Steuern sparen will, kommt daran nicht vorbei.

Altersvorsorgedepot für die Zulage: 1.800 EUR einzahlen, 540 EUR Zulage kassieren. Das ist eine garantierte Verzinsung von 30% auf diesen Betrag, bevor der Markt auch nur einen Cent verdient hat.

Reguläres ETF-Depot für Flexibilität: Alles darüber hinaus, ohne langfristige Bindung.

Die Kombination aus allen dreien ergibt für viele Freelancer ab 2027 das sinnvollste Setup.

Rürup vs. ETF-Depot: Für welche Einkommenshöhe lohnt sich was?

Faustregel: Der Steuervorteil der Rürup lohnt sich, wenn dein Grenzsteuersatz über 30% liegt. Darunter ist das reguläre ETF-Depot wegen seiner Flexibilität oft die bessere Wahl.

JahresgewinnGrenzsteuersatz (ca.)Empfehlung
Unter 30.000 EURunter 30%ETF-Depot + ab 2027 Altersvorsorgedepot (Zulage!)
30.000-60.000 EUR30-42%Mix: Rürup (teilweise) + ETF-Depot + Altersvorsorgedepot
Über 60.000 EUR42%Rürup maximieren + Altersvorsorgedepot + ETF-Depot

Das gilt für Freelancer ohne GRV-Pflicht. Mit GRV-Beiträgen reduziert sich die Rürup-Obergrenze entsprechend.

Wie hoch dein tatsächlicher Jahresgewinn ist und was du davon realistisch investieren kannst, hängt auch davon ab, was du als Stundensatz berechtigst. Dazu habe ich einen eigenen Artikel: Freelancer Stundensatz berechnen 2026.

Falls du gerade erst mit der Selbstständigkeit anfängst und noch keine Steuernummer hast, erkläre ich im kompletten Freelancer-Einsteiger-Guide die Anmeldung beim Finanzamt Schritt für Schritt.

Mein konkretes Setup: Wie viel ich zurücklege und in was ich investiere

Das hier ist kein Finanzberatungs-Artikel und ich bin kein Finanzberater. Ich beschreibe mein persönliches Setup. Für deine konkrete Situation solltest du einen unabhängigen Honorarberater konsultieren.

ETF-Sparplan: 500 EUR/Monat in einen globalen Aktien-ETF (MSCI World / FTSE All World). Automatisiert, jeden ersten des Monats. Keine emotionalen Entscheidungen, kein Market-Timing.

Rürup-Nettopolice: Ich zahle quartalsweise nach Bedarf ein, je nach Gewinnsituation. In starken Quartalen mehr, in schwächeren weniger. Das gibt mir Flexibilität bei trotzdem nutzbarem Steuervorteil.

Cashreserve zuerst: Bevor ich irgendwas investiere, halte ich 6 Monate Betriebskosten und Lebenshaltungskosten als Liquiditätsreserve. Als Freelancer ist das keine Luxus, das ist Pflicht.

Ab 2027: Ich plane, 1.800 EUR/Jahr in das neue Altersvorsorgedepot zu investieren. 540 EUR Zulage sind eine garantierte Rendite, die ich mir nicht entgehen lassen will.

Als Faustregel gilt: 20-30% des Nettogewinns für Altersvorsorge und langfristige Investments zurücklegen. Wie viel vom Umsatz tatsächlich als Gewinn übrig bleibt, ist gerade für Kleinunternehmer und Neugründer eine entscheidende Frage - ich habe das in meinem Artikel zur Kleinunternehmerregelung 2026 ausführlich erklärt.

Was passiert mit der Altersvorsorge, wenn ich auswandere oder ins Ausland ziehe?

Das ist die Frage, die in keiner Standard-Altersvorsorge-Übersicht auftaucht, aber für Freelancer mit Location-Independence-Plänen entscheidend ist.

Die kurze Antwort: Es hängt stark davon ab, welches Instrument du nutzt.

Reguläres ETF-Depot: Das Portabelste. Du behältst es, es läuft weiter. Die sogenannte Wegzugsteuer auf ETFs greift erst ab sehr hohen Depotwerten - für die meisten Freelancer in der Ansparphase kein relevantes Thema.

Rürup-Rente: Sehr Auswanderer-freundlich. Du kannst zwar nicht kündigen, aber Beiträge jederzeit pausieren (beitragsfrei stellen). Die Rente wird später in jedes Land der Welt ausgezahlt. Entscheidend: Die Steuerersparnisse aus der Ansparphase musst du nicht zurückzahlen. Die Besteuerung im Rentenalter richtet sich nach dem Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) mit deinem Wohnsitzland.

Altersvorsorgedepot (ab 2027): Hier ist Vorsicht angebracht. Wer in ein Land außerhalb der EU und des EWR zieht und in der Auszahlungsphase keine unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland mehr hat, muss alle Zulagen zurückzahlen. Für Nomaden, die mittelfristig Deutschland verlassen wollen, ist das ein echtes Risiko.

Ranking für ortsunabhängige Freelancer:

  1. ETF-Depot - maximale Flexibilität, keine Bindung an Deutschland
  2. Rürup - gut, solange das DBA mit dem Zielland keine bösen Überraschungen bringt
  3. Altersvorsorgedepot - eher für diejenigen, die langfristig in Deutschland oder der EU bleiben

Mehr zum steuerlichen Aspekt des Auswanderns als Freiberufler findest du in meinem Artikel zur Entstrickungssteuer für Freiberufler. Es gibt einen Aspekt, der vielen Freelancern beim Auswandern teuer wird und der kaum bekannt ist.

Location Independence verändert die Frage nach der Rente radikal

An der Network School habe ich zum ersten Mal ernsthaft über Altersvorsorge nachgedacht. Nicht weil es dort Finanzberatung gäbe, die gibt es nicht. Sondern weil man plötzlich mit 30, 40 Freelancern zusammensitzt, die alle die gleiche Frage haben: Was passiert, wenn ich in fünf Jahren in Tbilisi, auf Bali oder in Lissabon lebe?

Die Antwort ist nicht so einfach wie "ETF kaufen und vergessen". Location Independence verändert die Anforderungen:

Währungsrisiko. Wer in EUR anspart, aber später in einem anderen Währungsraum lebt, hat eine andere Ausgangslage als jemand, der in Deutschland alt wird.

Flexibilität gewinnt. In einer Community, die Mobilität schätzt, wird das ETF-Depot gegenüber eingesperrten Produkten klar bevorzugt. Rürup ist trotzdem sinnvoll, solange du in Deutschland lebst und steuerpflichtig bist.

Die Kombination gewinnt. Die klügsten Vorsorger aus der NS-Community kombinieren: Rürup (oder Versorgungswerk) für den Steuerhebel, ETF-Depot für Flexibilität und Portabilität, und ab 2027 das Altersvorsorgedepot für die garantierte Zulage.

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Das Fazit: Drei Schritte für deine Altersvorsorge 2026

Wenn ich diesen Artikel auf drei konkrete Handlungen zusammenfassen müsste:

Schritt 1: Sofort. Richte einen ETF-Sparplan ein, auch wenn es erst 100 EUR/Monat sind. Trade Republic und Scalable Capital haben keine Ausführungsgebühren. Der beste Zeitpunkt war vor zehn Jahren. Der zweitbeste ist jetzt.

Schritt 2: Dieses Jahr (bei über 40.000 EUR Jahresgewinn). Prüfe eine Rürup-Nettopolice. Lass dich von einem Honorarberater beraten. Der Steuervorteil ist zu groß, um ihn zu ignorieren. Einen guten Einstieg bieten unabhängige Vergleichsportale wie finanztip.de.

Schritt 3: Ab Januar 2027. Eröffne ein Altersvorsorgedepot und zahle mindestens 1.800 EUR/Jahr ein. 540 EUR Zulage sind gratis. Es gibt kein Argument dagegen - es sei denn, du planst, Deutschland in absehbarer Zeit dauerhaft zu verlassen.

Das neue Altersvorsorgedepot ist die erste wirklich relevante Neuerung für Selbstständige seit Jahren. Du hast neun Monate, um dich vorzubereiten, bevor die ersten zertifizierten Anbieter im Januar 2027 starten. Das ist kein schlechtes Timing.


Dieser Artikel ist kein Ersatz für individuelle Finanzberatung. Bei konkreten Anlageentscheidungen empfehle ich, einen unabhängigen Honorarberater zu konsultieren.

Einige Links sind Affiliate-Links. Dir entstehen keine Mehrkosten.

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