Alle Artikel

Make.com für Freelancer 2026: Komplexere Automationen als Zapier - ohne Server wie bei n8n

Make.com Tutorial Deutsch 2026: Preise, DSGVO, 5 echte Workflows. Die EU-Alternative zwischen Zapier (zu simpel) und n8n (zu komplex).

22. Aug. 2026 · 14 Min. Lesezeit

Make.com für Freelancer 2026: Komplexere Automationen als Zapier - ohne Server wie bei n8n

Ich erinnere mich noch gut an den Moment, wo ich zum ersten Mal in den Make-Editor geschaut habe. Ich hatte gerade Zapier ausprobiert und war frustriert - der erste Schritt funktionierte, aber sobald ich eine Verzweigung brauchte ("wenn Kunde X, dann E-Mail A, sonst E-Mail B") war ich aufgeschmissen. Und n8n selbst hosten war mir damals noch zu viel Serveraufwand.

Make.com hat diese Lücke für mich geschlossen. Nicht weil es die einfachste Lösung ist - ist es nicht. Aber es ist die einzige No-Code-Plattform, bei der ich echte Workflow-Logik bauen kann: Schleifen, Verzweigungen, API-Calls, Fehlerbehandlung. Alles im Browser, kein Linux-Server notwendig.

Heute nutze ich Make für mindestens fünf automatisierte Prozesse in meinem Freelancer-Alltag. In diesem Post zeige ich dir alles, was ich in den letzten Jahren gelernt habe - Preise, DSGVO-Tücken, meine liebsten Workflows, und warum das EU-Unternehmen hinter Make für deutsche Freelancer eine interessante Ausgangslage mitbringt.

Was ist Make.com - und warum heißt es nicht mehr Integromat?

Kurze Geschichte: Integromat wird Make.com

Make.com gibt es seit 2012 - damals noch unter dem Namen Integromat. Gegründet in Prag, Tschechien. EU-Unternehmen von Anfang an, was für die DSGVO-Diskussion später noch relevant wird.

2021 kam der Rebrand zu "Make.com". Nicht nur kosmetisch: Mit dem Namenswechsel kam auch eine komplett überarbeitete Oberfläche, mehr Integrationen und eine neue Positionierung. Aus dem Geheimtipp für Techies wurde ein ernsthafter Konkurrent für Zapier.

Heute ist Make Teil von Celonis (ein deutsches Unternehmen), was den EU-Charakter noch weiter stärkt. Die Entwicklung und die Server liegen weiterhin primär in Tschechien und auf europäischer AWS-Infrastruktur.

Was Make von Zapier unterscheidet: visuelles Canvas statt linearer Zaps

Wenn du Zapier kennst, dann weißt du: Ein Zap ist linear. Trigger A löst Aktion B aus, die Aktion C auslöst. Fertig. Für einfache Automationen ideal - für komplexere Logik schnell zu eng.

Make arbeitet mit einem visuellen Canvas. Du siehst buchstäblich, wie Daten durch dein Szenario fließen. Nodes sind verbunden wie in einem Flussdiagramm. Du kannst nach links gehen, nach rechts, Schleifen bauen, Daten aggregieren, Fehler separat behandeln.

Das fühlt sich beim ersten Öffnen erst einmal überwältigend an. Nach einer Stunde macht es mehr Sinn als jedes lineare Zapier-Interface.

Iteratoren, Aggregatoren, Router: die Make-Features die Zapier schlicht nicht hat

Drei Konzepte, die Make zu einem anderen Werkzeug machen als Zapier:

Iteratoren zerlegen Arrays in Einzelteile. Stell dir vor, du bekommst eine Liste mit 10 Rechnungen aus deiner Buchhaltungssoftware. Ein Iterator geht diese Liste Eintrag für Eintrag durch und führt für jede Rechnung eine eigene Aktion aus - zum Beispiel eine personalisierte Erinnerungs-E-Mail senden.

Aggregatoren machen das Gegenteil: Sie sammeln mehrere Elemente und fassen sie zusammen. Nützlich wenn du zum Beispiel alle offenen Aufgaben aus Trello als eine einzige Slack-Nachricht aggregieren willst.

Router teilen den Datenfluss in mehrere Äste. Ein neuer Typeform-Eintrag kommt rein. Router prüft: Interessent aus Deutschland? Dann E-Mail auf Deutsch. Interessent aus UK? E-Mail auf Englisch. Beide Pfade laufen parallel weiter.

In Zapier brauchst du dafür zwei oder drei separate Zaps, die du manuell koordinierst. In Make ist das ein einziges Szenario.

3.000+ App-Integrationen - warum das bei Make weniger ein Problem ist

Ja, Zapier hat mehr als 9.000 Integrationen. Make liegt bei etwa 3.000. Auf dem Papier klingt das nach einem klaren Nachteil.

In der Praxis merke ich das kaum. Warum? Weil Make zwei Fallback-Optionen hat, die fast jede Lücke schließen:

HTTP-Modul: Jede App mit einer REST-API kann direkt angebunden werden, auch ohne nativen Make-Connector. Du schickst einen HTTP-Request an die API-URL, verarbeitest die JSON-Antwort, weiter geht's.

Webhooks: Make kann sowohl Webhooks empfangen als auch senden. Damit kann es als Zwischenstation zwischen zwei beliebigen Tools fungieren, selbst wenn keines einen nativen Connector hat.

Die 3.000 nativen Integrationen decken alle gängigen Tools ab (Notion, Google Workspace, Slack, Stripe, HubSpot, Typeform...). Für alles andere gibt es HTTP.

Make.com Preise 2026 - was dich das wirklich kostet

Free-Plan: 1.000 Credits pro Monat, 2 aktive Szenarien

Der Free-Plan ist gut zum Testen. Du bekommst 1.000 Credits pro Monat, kannst aber nur 2 aktive Szenarien gleichzeitig laufen haben. Szenarien laufen frühestens alle 15 Minuten (kein Echtzeit-Trigger auf dem Free-Plan).

Für erste Experimente reicht das. Für produktiven Freelancer-Einsatz nicht.

Core ~9 USD/Monat (~8,50 EUR): der echte Einstiegspunkt

Core kostet bei Jahresabrechnung rund 9 USD pro Monat, was etwa 8,50 EUR entspricht. Dafür bekommst du:

  • 10.000 Credits pro Monat
  • Unbegrenzte aktive Szenarien
  • Mindest-Intervall von 1 Minute (fast Echtzeit)
  • Alle Make-Features inklusive Router, Iteratoren, HTTP-Modul

Das ist der Plan, mit dem ich angefangen habe. Für einen Freelancer mit 3-8 automatisierten Workflows reicht Core in den meisten Fällen aus.

Pro ~16 USD/Monat (~15 EUR): für höhere Anforderungen

Pro fügt zu Core drei sinnvolle Features hinzu:

  • Volltextsuche in den Execution Logs (sehr hilfreich beim Debuggen)
  • Custom Variables (globale Variablen über Szenarien hinweg)
  • Priority Execution (deine Szenarien werden bevorzugt ausgeführt bei Lastspitzen)

Wenn du anfängst, mehr als 10 Szenarien zu betreiben, oder wenn du öfter in Logs wühlst um Fehler zu finden, macht Pro Sinn.

Teams ~29 USD/Monat (~27 EUR): erster Tier mit echtem DPA

Teams ist der erste Plan, der einen offiziellen Data Processing Agreement (DPA) - also einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO - enthält. Dazu kommen Team-Features: mehrere Nutzer, geteilte Szenarien, Rollen-Management.

Für Freelancer ist Teams meist überdimensioniert - außer du verarbeitest personenbezogene Kundendaten. Dazu gleich mehr.

Credits vs. Operations: was sich 2025 geändert hat

Make hat Ende 2024/Anfang 2025 das Abrechnungsmodell umgestellt. Früher hieß es "Operations" - jede Modulausführung kostete genau eine Operation.

Heute läuft alles über "Credits". Die meisten Standard-Module kosten weiterhin 1 Credit pro Ausführung. Aber einige Module - insbesondere HTTP-Requests, KI-Module und Datentransformationen - können mehr Credits verbrauchen.

Was das in der Praxis bedeutet: Wenn du viele API-Calls per HTTP-Modul machst, kann dein Credit-Verbrauch höher sein als erwartet. Behalte die Verbrauchsstatistik in den ersten Wochen im Blick. 10.000 Credits reichen für die meisten Freelancer-Workflows locker für einen Monat - bei sehr datenintensiven Szenarien kann es eng werden.

DSGVO bei Make.com: Was du unbedingt wissen musst

Dieser Abschnitt ist nicht optional. Als Freelancer in Deutschland bist du für die Einhaltung der DSGVO verantwortlich - auch für Tools, die du für Kundenprojekte einsetzt.

DPA (Auftragsverarbeitungsvertrag) nur ab Teams-Plan

Das ist der wichtigste Punkt: Auf dem Free- und Core-Plan gibt es kein DPA. Das bedeutet, du kannst keine personenbezogenen Daten von Kunden durch Make schleusen, ohne gegen die DSGVO zu verstoßen.

Was sind personenbezogene Daten? Alles was eine Person identifizierbar macht: Name, E-Mail-Adresse, IP-Adresse, Kundennummern die auf eine Person zurückführbar sind.

Free/Core ohne DPA = geeignet für:

  • Interne Prozesse ohne Kundendaten (eigene Notizen, eigene Kalender, eigene Dateien)
  • Workflows die nur aggregierte oder anonymisierte Daten verarbeiten
  • Tests und Prototypen (keine echten Kundendaten!)

Teams mit DPA = geeignet für:

  • Automatisierte Kunden-E-Mails
  • CRM-Workflows mit Kundendaten
  • Rechnungs-Reminder an reale Personen
  • Alles wo Namen und E-Mail-Adressen durch Make fließen

EU-Unternehmen (Prag/CZ) + EU-Datacenter auf Anfrage

Make ist ein tschechisches Unternehmen - das hilft. Die rechtliche Grundlage für Datentransfers innerhalb der EU ist unkomplizierter als bei US-Diensten wie Zapier (San Francisco).

EU-Datacenter sind auf Anfrage möglich, aber nicht automatisch aktiviert. Wenn du auf Teams upgraden willst und EU-Datenspeicherung wichtig ist: beim Onboarding oder über den Support anfragen, dass deine Daten auf EU-Infrastruktur bleiben.

Im Vergleich zu n8n self-hosted ist das natürlich immer noch ein Drittanbieter - aber ein EU-Drittanbieter mit deutlich besserem rechtlichen Standing als ein US-Tool.

Für personenbezogene Kundendaten: Teams-Plan oder n8n self-hosted

Zusammenfassung: Wenn du mit echten Kundendaten automatisierst, hast du zwei saubere Optionen.

Option A: Make Teams (~27 EUR/Monat) mit DPA. Komfortabel, keine Serverwartung.

Option B: n8n self-hosted auf einem Hetzner VPS für ~4-6 EUR/Monat. Mehr Aufwand, aber volle Datenkontrolle und theoretisch unbegrenzte Ausführungen.

Für interne Prozesse ohne Personendaten: Core vollkommen ausreichend.

Die 5 Make.com-Workflows die ich als Freelancer täglich nutze

Workflow 1: Neue Kundenanfrage (Typeform) - Google Sheets CRM - Bestätigungs-E-Mail

Das war mein erster Make-Workflow und er läuft seit fast zwei Jahren ohne Probleme.

Ablauf: Ein potenzieller Kunde füllt mein Kontaktformular auf Typeform aus. Make empfängt den Webhook sofort, legt einen neuen Eintrag in meiner Google Sheets "Leads"-Tabelle an (Name, E-Mail, Projekt, Datum, Status "Neu"), und sendet automatisch eine persönliche Bestätigungs-E-Mail über Gmail.

Warum das wichtig ist: Früher hatte ich manchmal zwei Tage Verzögerung bei Erstantworten. Jetzt reagiert "ich" innerhalb von 60 Sekunden - auch wenn ich gerade schlafe oder im Coworking bin.

Module: Webhooks (Typeform Trigger) - Google Sheets (Add Row) - Gmail (Send Email)

Workflow 2: Rechnungs-Reminder nach 30 Tagen

Offene Rechnungen verfolgen ist zeitraubend und unangenehm. Make übernimmt das.

Ablauf: Jeden Morgen um 8 Uhr startet ein Scheduled Trigger. Make liest alle Zeilen aus meiner Rechnungs-Tabelle in Google Sheets. Ein Filter prüft: Status = "Ausstehend" UND Rechnungsdatum mehr als 30 Tage her? Dann kommt der Iterator: für jede qualifizierende Rechnung wird eine personalisierte Erinnerungs-E-Mail generiert und gesendet.

Warum hier Make und nicht Zapier: Der Iterator ist der Kern. Zapier kann nicht einfach über ein Array loopen und für jeden Eintrag eine separate Aktion ausführen. Make macht das nativ.

Workflow 3: Content-Pipeline - neuer Blog-Post - LinkedIn + Twitter-Entwürfe

Wenn ich einen neuen Post auf meinem Blog veröffentliche, brauche ich Social-Media-Texte für LinkedIn und Twitter. Das klingt einfach, ist aber Arbeit wenn man es manuell macht.

Ablauf: Make watched meinen RSS-Feed. Sobald ein neuer Eintrag erscheint, greift ein Router: Ast 1 erstellt einen LinkedIn-Entwurf-Dokument in Google Docs (mit vorbereitetem Prompt-Format für KI-Vervollständigung). Ast 2 erstellt einen Twitter-Entwurf in einem separaten Google Doc. Beide Äste laufen parallel.

Der Router ist hier der Schlüssel. Zwei unabhängige Aktionen aus einem Trigger, ohne zwei separate Szenarien zu brauchen.

Workflow 4: Projekt-Statusupdate - Trello - Slack + Kunden-E-Mail

Wenn ich eine Trello-Karte in die Spalte "In Prüfung" verschiebe, soll zweierlei passieren: Ich bekomme eine Slack-Nachricht in meinen persönlichen Kanal (als Erinnerung/Log), und der Kunde bekommt eine automatische E-Mail, dass das Deliverable bereit zur Review ist.

Ablauf: Make watched Trello auf Kartenbewegungen. Wenn eine Karte in "In Prüfung" landet, laufen zwei parallele Äste: Slack-Nachricht an mich, E-Mail an die Kunden-E-Mail-Adresse, die in einem Custom Field der Trello-Karte gespeichert ist.

Dieser Workflow hat mir schon mehrfach das "Ich vergaß ihm Bescheid zu geben" erspart.

Workflow 5: HTTP Request + Webhook - APIs ohne nativen Make-Connector anbinden

Das ist das Szenario, das Make von einfachen No-Code-Tools wirklich unterscheidet.

Ich nutze ein spezialisiertes Rechnungs-Tool, das keinen Make-Connector hat. Aber es hat eine REST-API. Mit dem HTTP-Modul in Make kann ich direkt gegen diese API arbeiten: Neue Rechnung erstellen, Status abfragen, Zahlungen markieren.

Ablauf: Webhook empfängt Trigger (z.B. aus Stripe: Zahlung eingegangen). Make macht einen HTTP POST an die API meines Rechnungs-Tools mit den Rechnungsdaten als JSON. Antwortet die API mit einem Error-Code, greift das Error-Handler-Modul und ich bekomme eine Slack-Benachrichtigung.

Sobald du verstehst wie HTTP-Calls in Make funktionieren, bist du von keiner Integrations-Liste mehr abhängig.

Blueprints: Der unterschätzte Turbo für Make-Einsteiger

Was Blueprints sind: fertige Workflow-Templates im JSON-Format

Ein Blueprint ist ein exportierter Make-Workflow im JSON-Format. Du kannst dir das wie ein "Rezept" vorstellen: Alle Module, ihre Konfiguration und ihre Verbindungen sind darin gespeichert.

Der Unterschied zu den offiziellen Make-Templates: Blueprints sind oft konkreter und einsatzbereiter. Ein gutes Blueprint braucht nach dem Import nur minimale Konfiguration (Verbindungen mit deinen Accounts herstellen) - und läuft dann.

Wo du die besten Blueprints für Freelancer findest

Make's eigene Template-Bibliothek (make.com/en/templates): Über 3.000 vorgefertigte Szenarien. Suchfunktion ist solide, Kategorien helfen bei der Orientierung.

GitHub: Viele Make-Nutzer veröffentlichen ihre Blueprints als öffentliche Repositories. Suche nach "make.com blueprint freelancer" oder "integromat blueprint".

Community-Foren und Discord: In der Make-Community (community.make.com) werden regelmäßig Blueprints geteilt. Besonders aktiv: der "Showcase"-Bereich.

Einen Blueprint importieren in 3 Minuten

  1. Blueprint-JSON-Datei herunterladen (von GitHub, Template-Library oder einer Community-Quelle)
  2. Im Make-Editor auf den Button "Create a new scenario" klicken
  3. In der leeren Scenario-Ansicht auf die drei Punkte (...) in der Toolbar klicken
  4. "Import Blueprint" auswählen, JSON-Datei hochladen
  5. Verbindungen einrichten (Make fragt dich welche Accounts du verbinden möchtest)
  6. Szenario aktivieren

Fertig. Was früher Stunden dauerte, geht jetzt in Minuten - wenn du den richtigen Blueprint findest.

Make.com vs Zapier vs n8n: Für welchen Freelancer welches Tool?

KriteriumMake.comZapiern8n
KomplexitätMittel-HochNiedrigHoch
Workflow-LogikIteratoren, Router, AggregatorenLinear (Paths als Add-on)Vollständig (Code möglich)
Preis EinstiegFree / ~8,50 EURFree / ~19 EUR~4 EUR (Self-hosted)
DSGVO/DPAAb Teams (~27 EUR)Ab Team (ab ~399 USD/Jahr)Self-hosted = volle Kontrolle
EU-UnternehmenJa (Prag, CZ)Nein (US)Nein (DE GmbH, aber open source)
App-Integrationen~3.000~9.000+~700 native + HTTP
KI-FunktionenKI-Module, GPT-ConnectorAI Copilot (Zap per Spracheingabe)AI Agent-Nodes
LernkurveMittelNiedrigHoch
ServeraufwandKeinKeinBei Self-hosting: mittel

Make für wen?

Make ist ideal wenn du:

  • Schleifen, Verzweigungen oder komplexere Multi-Step-Logik brauchst
  • Günstiger skalieren möchtest als mit Zapier (bei gleichem Volumen oft 50-70% günstiger)
  • In der EU bist und DSGVO ernst nimmst (EU-Unternehmen, bessere Ausgangsposition)
  • Bereit bist, ein bisschen mehr Zeit in das Erlernen des Canvas zu investieren

Zapier für wen?

Zapier ist besser wenn du:

  • Maximale App-Kompatibilität brauchst (viele Nischen-Tools haben nur Zapier-Integrationen)
  • Wirklich einfache Automationen baust und keine Lernkurve willst
  • Den AI Copilot schätzt (Zaps per Satz erstellen ist genuiner Vorteil)
  • Ein Team hast, das keine Tech-Affinität mitbringt

n8n für wen?

n8n self-hosted ist richtig wenn du:

  • DSGVO-kritische Workflows mit Kundendaten baust und volle Datenkontrolle willst
  • Developer-Background hast oder mit Code umgehen kannst (Function-Nodes in JavaScript/Python)
  • Unbegrenzte Ausführungen auf eigenem Server brauchst ohne Volumenlimits
  • Die initiale Serversetup-Investition nicht scheust

Wer alle drei ausprobieren will: Starte mit Make Core auf dem kostenlosen Plan. Das dauert 5 Minuten und kostet nichts.

Make.com Affiliate-Programm: 35% Provision für Freelancer-Empfehlungen

Ich finde es ehrlich gesagt bemerkenswert gut: Make bietet Affiliates 35% Provision auf alle Zahlungen deiner Empfehlungen - und das für ganze 12 Monate nach der Anmeldung.

Wie das Programm funktioniert

Die Auszahlung läuft ausschließlich über Wise. Mindestauszahlungsbetrag: 100 USD. Du brauchst mindestens 3 zahlende Kunden durch dein Affiliate-Link, bevor du auszahlen kannst.

Das klingt nach viel, aber wenn du Make in Freelancer-Communities empfiehlst oder einen Artikel darüber veröffentlichst, sind 3 zahlende Nutzer durchaus realistisch.

Die Anmeldung läuft direkt über make.com/en/affiliate. Du bekommst einen persönlichen Empfehlungslink, kannst im Dashboard Klicks und Conversions tracken.

Was du damit verdienen kannst

Nehmen wir an, du empfiehlst Make und 5 Freelancer melden sich über deinen Link an und wählen den Core-Plan (9 USD/Monat). Das sind 45 USD pro Monat - davon 35% = 15,75 USD/Monat. Für 12 Monate = 189 USD.

Bei Pro-Plan (16 USD) mit 5 Kunden wären es 12 Monate x 5 x 16 USD x 35% = 336 USD.

Kein Riesenbetrag, aber als passives Einkommen neben dem Hauptgeschäft durchaus attraktiv - besonders wenn du Make sowieso aktiv nutzt und weiterempfiehlst.

Network School und Make.com: Automatisierung als Community-Standard

An der Network School ist Make.com kein Randthema - es ist Standard. Wer am Earn-Programm teilnimmt und Bounties automatisiert bearbeiten will, braucht entweder Make oder n8n. Automatisierte Client-Pipelines sind in der NS-Community buchstäblich Voraussetzung, um bei den lukrativeren Tasks mitzumachen.

Ich habe dort zum ersten Mal gesehen, wie andere Freelancer ihre gesamte Lead-Qualifizierung per Make automatisiert hatten. Typeform rein, Screening per KI, Kalenderlink nur für qualifizierte Leads, alles ohne manuelles Eingreifen. Das hat mich motiviert, meine eigenen Workflows ernster zu nehmen.

Wenn du verstehen willst, wie das in einem echten Community-Umfeld funktioniert: Bewirb dich hier und schau dir an, was NS-Members in ihren täglichen Earn-Sessions automatisieren.

Mein Fazit nach Jahren mit Make

Make.com ist kein Tool für jeden. Wenn du zwei, drei einfache Automationen brauchst und keine Zeit für eine Lernkurve hast, nimm Zapier. Wenn du DSGVO-kritische Daten hast und einen Hetzner-VPS betreiben willst, nimm n8n.

Aber wenn du - wie ich - echte Workflow-Logik brauchst, EU-Compliance wichtig nimmst, und bereit bist, ein paar Stunden in das Erlernen des Canvas zu investieren: Make ist die Plattform, auf der du die nächsten Jahre bleiben wirst.

Die 3.000 Integrationen plus HTTP-Modul schließen fast jede Lücke. Die Preise sind deutlich niedriger als Zapier bei gleichem Volumen. Und als EU-Unternehmen mit DSGVO-Option ab Teams schläft du nachts ruhiger als mit einem US-amerikanischen Tool ohne Auftragsverarbeitungsvertrag.

Ich zahle seit über einem Jahr 8,50 EUR pro Monat für Core. Dafür läuft mein Kunden-Onboarding, mein Rechnungs-Reminder, meine Content-Pipeline und noch drei andere Szenarien auf Autopilot. Das ist das Geld, das ich mir da spare, nicht wert? Auf jeden Fall.


Einige Links sind Affiliate-Links. Dir entstehen keine Mehrkosten.

Newsletter

Erhalte wöchentlich die besten Tipps für digitale Nomaden

Kein Spam, kein Bullshit. Nur das, was wirklich hilft, wenn du ortsunabhängig arbeiten willst.

Interesse?

Bewirb dich jetzt

Bewirb dich über diesen Link und spare 25% auf deinen ersten Monat.

Jetzt bewerben. 25% Rabatt sichern