Als ich mit dem Freelancen angefangen habe, lief alles über mein Privatkonto. Kundenzahlungen rein, Software-Abos raus, Steuervorauszahlungen irgendwann - alles auf einem Haufen. Dann kam die erste Steuererklärung und ich habe drei Abende damit verbracht, Überweisungen manuell nach "privat" und "beruflich" zu sortieren. Nie wieder.
Ein eigenes Geschäftskonto ist technisch keine Pflicht für Freiberufler in Deutschland. Das stimmt. Aber wer das als Argument nutzt, kein Konto zu eröffnen, zahlt den Preis in Stunden statt in Euro.
In diesem Artikel vergleiche ich die fünf relevantesten Anbieter für deutsche Freelancer: Kontist, Holvi, Qonto, FYRST und FINOM. Mit konkreten Preisen (Stand: Juni 2026), den Kriterien, die wirklich zählen, und einer klaren Empfehlung, wer welches Konto nehmen sollte.
Warum du als Freelancer ein Geschäftskonto haben solltest - auch wenn es keine gesetzliche Pflicht ist
Freiberufler und Einzelunternehmer sind in Deutschland nicht gesetzlich verpflichtet, ein separates Geschäftskonto zu führen. Das Handelsgesetzbuch betrifft nur kaufmännische Unternehmer. Für die meisten Freelancer gilt das nicht.
Trotzdem wäre es ein Fehler, es dabei zu belassen.
Privatkonto vs. Geschäftskonto: Was das Finanzamt dazu sagt und warum Trennung entscheidend ist
Das Finanzamt erwartet saubere Aufzeichnungen. Bei einer Betriebsprüfung wirst du nicht gefragt, ob du ein separates Konto hast - du wirst gefragt, welche Buchungen betrieblich und welche privat waren. Wenn das alles auf einem Konto liegt, wird die Antwort sehr unangenehm.
Ein gemischtes Konto ist kein Verbrechen, aber es schafft Grauzonen. Der Prüfer sieht eine Zahlung von Amazon und fragt nach. War das der MacBook-Akku oder der Geburtstagskuchen für deine Mutter? Mit getrennten Konten ist das sofort klar.
Außerdem: Wer seine Betriebsausgaben nicht sauber dokumentiert, verliert Steuervorteile. Abonnements für Design-Tools, Coworking-Mitgliedschaften, Fachliteratur - alles absetzbar, aber nur wenn du den Nachweis sauber führen kannst. Alle absetzbaren Posten für Freelancer findest du im Betriebsausgaben-Guide 2026.
Warum ein separates Konto die Buchhaltung von 4 Stunden auf 20 Minuten reduziert
Das klingt übertrieben, ist es aber nicht. Wenn alle Geschäftsbewegungen auf einem einzigen Konto liegen, lässt sich ein Bank-Feed direkt in die Buchhaltungssoftware importieren. Die Software erkennt wiederkehrende Buchungen automatisch, du bestätigst die Kategorisierung einmal, fertig.
Bei einem Mischkonto musst du jeden Monat zuerst filtern, welche Buchungen überhaupt relevant sind. Das kostet Zeit und erhöht die Fehlerquote. Ich habe nach der Konten-Trennung meine Buchhaltungszeit von ungefähr vier Stunden monatlich auf unter 30 Minuten reduziert. Das ist kein Ausnahmefall.
Der wichtigste Faktor, den viele vergessen: Die deutsche IBAN (und wann eine ausländische ein Problem wird)
Alle fünf Anbieter in diesem Vergleich haben deutsche IBANs, die mit DE beginnen. Das war noch vor ein paar Jahren nicht selbstverständlich - Konten bei Wise, Revolut oder N26 Business haben oft belgische, litauische oder irische IBANs.
Das Problem: Manche deutschen Behörden, Stadtwerke und auch einzelne Unternehmenskunden akzeptieren keine ausländischen IBANs für Lastschriften oder Überweisungen. Für internationale Kundenzahlungen empfehle ich trotzdem ein Multi-Currency-Konto - dazu mehr am Ende des Artikels.
Die 5 wichtigsten Anbieter im Direktvergleich
| Anbieter | Gratis-Tarif | Günstiger Einstieg | DATEV-Export | DE-IBAN | Besonderheit |
|---|---|---|---|---|---|
| Kontist | Ja (0 €, ab 300 € Umsatz) | 11 €/Mo netto (Start) | Nur im Plus-Tarif (25 €) | Ja | Automatische Steuerrücklage in allen Tarifen |
| Holvi | Ja (Flex, 0,25 €/Überweisung) | 9 €/Mo (Lite) | Add-on 3 €/Mo (EBICS) | Ja | Rechnungstool integriert |
| Qonto | Ja (Freelancer Start) | 9 €/Mo (Basic) | Ab Smart (19 €/Mo) | Ja | Beste UX, Teamfunktionen |
| FYRST | Ja (Base, 0 €) | 10 €/Mo (Complete) | Add-on 5 €/Mo | Ja | Deutsche Bank Backbone |
| FINOM | Ja (Solo, 0 €, max. 2.500 €/Mo) | 8,99 €/Mo (Basic) | In allen Tarifen inklusive | Ja | Günstigste Kombi mit Lexoffice |
Kontist: Das Konto, das Steuern für dich zurücklegt - die Steuerrücklage-Funktion erklärt
Kontist ist von Anfang an für Freelancer und Solopreneure gebaut worden. Das merkt man. Die Kernfunktion ist so einfach wie wirkungsvoll: Bei jedem Zahlungseingang berechnet Kontist automatisch, wie viel du davon fürs Finanzamt zurücklegen solltest. Einkommensteuer (pauschal 26 %), Umsatzsteuer (19 %), optional auch Gewerbesteuer. Der Betrag wird sofort auf ein separates Unterkonto verschoben.
Du siehst im Konto-Dashboard immer zwei Zahlen: Was insgesamt eingegangen ist und was dir davon wirklich gehört. Das klingt banal, ist es aber nicht. Wer am Ende des Quartals eine Steuervorauszahlung bekommt und dann feststellt, dass das Geld schon weg ist, kennt das Problem aus eigener Erfahrung.
Das Beste: Diese Steuerreservierungs-Funktion ist in allen Tarifen enthalten - auch im kostenlosen.
Tarife (Stand Juni 2026, alle zzgl. MwSt.):
- Free: 0 € (Bedingung: mindestens 300 € Umsatz/Mo, sonst 2 €; 5 SEPA-Buchungen inklusive, danach 0,40 €/Buchung)
- Start: 11 €/Mo (30 Überweisungen, Integrationen mit lexoffice, sevDesk, FastBill)
- Plus: 25 €/Mo (100 Überweisungen, DATEV-Export, UStVA direkt)
Der Haken: DATEV-Export ist ausschließlich im Plus-Tarif verfügbar und kann nicht einzeln dazugebucht werden. Wer einen Steuerberater hat und DATEV braucht, zahlt 25 €/Mo netto - oder wechselt auf Holvi oder FINOM.
Kontist gehört seit 2025 zur französischen Shine-Gruppe. Die deutschen Features, insbesondere die Steuerrücklage, laufen unverändert weiter.
Holvi: Das reifste Konto mit integriertem Rechnungstool und DE-IBAN auf allen Tarifen
Holvi ist seit 2011 am Markt. Für ein Fintech-Konto ein respektables Alter, und man merkt der Produktreife das an. Das Rechnungstool ist direkt integriert: Rechnung erstellen, versenden, bezahlt bekommen - alles im selben Interface. Kein separates SaaS-Tool nötig, wenn du das nicht willst.
Tarife (Stand Juni 2026):
- Flex: 0 € Grundgebühr (0,25 € pro Überweisung - für sehr wenige Transaktionen)
- Lite: 9 €/Mo (4,50 € bei Jahresabrechnung, 100 beleglose Überweisungen, Mastercard)
- Pro: 15 €/Mo (9 € bei Jahresabrechnung, erweiterte Analyse-Funktionen)
- Business: 69 €/Mo (für Teams, GmbHs)
DATEV-Export läuft bei Holvi als separates Add-on: 3 €/Mo extra, übermittelt Daten per EBICS-Schnittstelle direkt an DATEV Unternehmen Online. Dein Steuerberater bekommt die Kontodaten automatisch, ohne manuelle CSV-Exporte.
Für Solo-Freelancer mit Steuerberater ist die Kombination Holvi Lite (9 €/Mo) plus DATEV Add-on (3 €/Mo) besonders attraktiv: 12 €/Mo gesamt für ein vollwertiges Konto mit Rechnungstool, 100 Überweisungen und direkter Steuerberater-Anbindung.
Was mich an Holvi überzeugt: Die deutsche IBAN ist auf allen Tarifen inklusive, auch auf dem kostenlosen Flex-Tarif. Das ist nicht bei allen Anbietern selbstverständlich.
Qonto: Am besten für Teams und GmbHs - für Solo-Freelancer oft zu viel des Guten
Qonto kommt aus Frankreich und hat sich in Deutschland gut etabliert. Das Interface ist das polishedste in diesem Vergleich - wer ein visuell ansprechendes Banking-Dashboard will, findet es hier. Die UX ist spürbar besser als bei den anderen vier Anbietern.
Tarife für Freelancer und Einzelunternehmer (Stand Juni 2026, netto):
- Freelancer Start: 0 € (5 Transaktionen inklusive, virtuelle Karte)
- Freelancer Basic: 9 €/Mo
- Freelancer Smart: 19 €/Mo (DATEV-Export inklusive, direkt integriert)
- KMU-Tarife: 19-39 €/Mo (für GmbH und Teams)
DATEV-Export gibt es ab Smart - direkt in den Tarif integriert, nicht als Add-on. Das ist komfortabler als der Zusatz-Buchungs-Ansatz von Holvi oder FYRST, kostet aber auch entsprechend mehr.
Ehrlich gesagt: Für einen Solo-Freelancer ohne Team ist Qonto oft überdimensioniert. Team-Features, mehrere Karten, Genehmigungsworkflows - das zahlt man mit, braucht es aber nicht. Wenn du irgendwann eine GmbH gründest oder Mitarbeiter einstellst, ist Qonto die logische Wahl. Ob Freiberufler oder Gewerbetreibender für deinen Fall gilt, klärt der Freiberufler vs. Gewerbe Guide. Als Single-Person-Betrieb ohne Wachstumspläne schau dir zuerst Holvi oder FINOM an.
FYRST (Deutsche Bank): Kostenloser Tarif mit DATEV-Anbindung und klassischer Bankglaubwürdigkeit
FYRST ist die digitale Direktbank-Tochter der Deutschen Bank. Das hat einen praktischen Vorteil, der unterschätzt wird: Manche traditionellen Geschäftspartner und ältere Buchhaltungssysteme reagieren skeptisch auf "Neobank". FYRST hält den Rücken der Deutschen Bank - das schafft Vertrauen, auch wenn das operativ kaum noch eine Rolle spielt.
Tarife (Stand Juni 2026):
- Base: 0 € (ausschließlich für natürliche Personen - also Freiberufler und Einzelunternehmer; für GmbH/UG: 6 €/Mo)
- Complete: 10 €/Mo (75 Buchungen, Mastercard Gold)
- Premium: 24 €/Mo (200 Buchungen, DATEV inklusive, Premium-Services)
DATEV-Export kostet beim Complete-Tarif 5 €/Mo extra. Im Premium-Tarif ist er inklusive. Für Gründer gibt es einen Startvorteil: Das erste Jahr im Complete-Tarif ist kostenlos - inklusive DATEV-Integration für die ersten 12 Monate.
Was FYRST auszeichnet: Das Basiskonto ist wirklich kostenlos für Selbstständige, ohne Mindestbedingungen wie bei Kontist. Wer gerade anfängt, einen günstigen Einstieg sucht und vorerst kein Steuerberater-Setup braucht, ist hier gut aufgestellt.
Der Nachteil: Das Interface ist solide, aber nicht schick. Qonto und Holvi wirken moderner. Wer Stabilität und Bankglaubwürdigkeit über Design stellt, macht mit FYRST keinen Fehler.
FINOM: Der günstigste Newcomer - kostenlos plus Lexoffice XS für 6,90 EUR/Monat
FINOM ist der neueste Anbieter in diesem Vergleich. Das überraschendste Feature: DATEV-Export ist schon im kostenlosen Solo-Tarif enthalten - gemeinsam mit Belegerfassung und Rechnungserstellung. Das ist bei keinem anderen Anbieter in diesem Vergleich so.
Tarife (Stand Juni 2026):
- Solo: 0 € (Limit: 2.500 € Transaktionsvolumen pro Monat)
- Basic: 8,99 €/Mo (günstiger bei Jahresabrechnung)
- Smart: 23,99 €/Mo
- Pro: 119 €/Mo (für größere Teams)
Der Solo-Tarif hat einen Haken: Das monatliche Transaktionsvolumen ist auf 2.500 € begrenzt. Wer mehr umsetzt, braucht mindestens den Basic-Tarif. Für Freelancer, die gerade starten oder mit überschaubarem Umsatz arbeiten, ist das aber ein sehr attraktives Angebot.
Die oft zitierte Kombi-Lösung: FINOM Solo (0 €) plus Lexoffice XS (6,90 €/Mo) ergibt 6,90 € pro Monat gesamt für vollwertiges Geschäftskonto plus Buchhaltungssoftware mit E-Rechnungs-Unterstützung. Das ist die günstigste Kombination in diesem Vergleich. Welche Buchhaltungssoftware insgesamt am besten passt, steht im Buchhaltungssoftware-Vergleich 2026.
Meine 4 Auswahlkriterien (und warum sie für Freelancer entscheidend sind)
Bevor ich die Empfehlungen gebe, hier die vier Fragen, die bei der Auswahl wirklich den Unterschied machen:
Kriterium 1 - DATEV-Export: Muss sein, wenn du einen Steuerberater hast
In Deutschland arbeiten die meisten Steuerberater mit DATEV. Wenn dein Steuerberater das so handhabt, brauchst du ein Konto, das Daten entweder per EBICS-Schnittstelle oder als DATEV-CSV-Export liefert.
Kurz zusammengefasst:
- DATEV in allen Tarifen inklusive: FINOM
- DATEV als günstiges Add-on: Holvi (3 €/Mo), FYRST (5 €/Mo extra beim Complete-Tarif)
- DATEV erst ab teurem Tarif: Kontist (erst ab Plus, 25 €/Mo netto), Qonto (erst ab Smart, 19 €/Mo netto)
Kriterium 2 - UStVA-Schnittstelle: Direkter Export zur Voranmeldung spart monatlich Zeit
Als umsatzsteuerpflichtiger Freelancer musst du die Umsatzsteuervoranmeldung monatlich oder quartalsweise an ELSTER übermitteln. Wenn dein Konto die relevanten Beträge direkt an die Buchhaltungssoftware übergibt, sparst du dabei erheblich Zeit. Die komplette Schritt-für-Schritt-Anleitung gibt es im UStVA-Leitfaden für ELSTER.
Qonto Smart und Kontist Plus haben die stärksten UStVA-Schnittstellen direkt im Produkt. FINOM und Holvi liefern die Daten über DATEV-Export an den Steuerberater - der macht dann den Rest.
Kriterium 3 - Deutsche IBAN: Bestimmte Behörden und Kunden akzeptieren keine ausländische IBAN
Alle fünf Anbieter in diesem Vergleich bieten DE-IBANs. Du bist hier auf der sicheren Seite. Der Unterschied zu internationalen Konten wie Wise oder Revolut Business: Die haben oft litauische (LT) oder belgische (BE) IBANs, die einzelne deutsche Behörden oder Kunden für Lastschriften ablehnen.
Merke: Für das Hauptgeschäftskonto immer DE-IBAN wählen. Für internationale Kundenzahlungen kann ein Multi-Currency-Konto ergänzend sinnvoll sein - dazu mehr im letzten Abschnitt.
Kriterium 4 - Steuerreservierung: Kontists Killer-Feature für alle, die sich mit Rücklagebildung schwertun
Das ist subjektiv, aber trotzdem das wichtigste Kriterium für viele Freelancer. Die Empfehlung lautet: 30 bis 35 Prozent des Umsatzes als Steuerrücklage. Die meisten wissen das. Die meisten setzen es trotzdem zu wenig konsequent um.
Kontist automatisiert genau das. Bei jedem Zahlungseingang wandert automatisch der berechnete Steueranteil auf ein Unterkonto. Du siehst immer, was wirklich dein ist. Wenn du dich zum Kreis der Menschen zählst, die am Ende des Quartals überrascht werden, ist dieses Feature mehr wert als jeder Preisunterschied zwischen den Anbietern.
Für wen welches Konto passt
Freelancer-Einsteiger unter 2.000 EUR/Monat Umsatz: FYRST Base oder FINOM kostenlos
Wer gerade anfängt, sollte nicht zu viel für ein Konto ausgeben. FYRST Base ist kostenlos für natürliche Personen, hat eine DE-IBAN, und das Deutsche-Bank-Rückhalt gibt einem das Gefühl, bei etwas Solidem zu sein. FINOM Solo ist die bessere Wahl, wenn du von Anfang an DATEV-Export brauchst oder bereits mit Lexoffice arbeitest.
Einschränkung bei FINOM Solo: Das 2.500-€-Transaktionsvolumen-Limit greift schnell. Sobald du regelmäßig mehr umsetzt, wechsle auf den Basic-Tarif für 8,99 €/Mo.
Etablierter Solo-Freelancer ohne Steuerberater: Kontist für automatische Steuerreservierung
Wenn du deine Buchhaltung selbst machst, kein DATEV brauchst und schon mal am Quartalsende das Problem hattest, dass die Steuerrücklage irgendwie aufgebraucht war - dann ist Kontist für dich gebaut. Der Start-Tarif für 11 €/Mo netto reicht für die meisten Solo-Freelancer aus. Die automatische Steuerberechnung ist das Herzstück.
Rechenbeispiel: Bei 5.000 € Einnahmen pro Monat (zzgl. 19 % USt.) berechnet Kontist automatisch die Umsatzsteuerrücklage (950 €) und einen Einkommensteueranteil (ca. 1.300 €). Diese 2.250 € wandern sofort auf das Steuerkonto. Was übrig bleibt, gehört dir.
Freelancer mit Steuerberater: Holvi für saubere DATEV-Integration plus Rechnungsstellung
Holvi Lite (9 €/Mo) plus DATEV Add-on (3 €/Mo) ergibt 12 €/Mo gesamt. Du bekommst ein vollwertiges Konto mit integriertem Rechnungstool, 100 Überweisungen pro Monat und direkter DATEV-Anbindung per EBICS. Dein Steuerberater bekommt die Daten automatisch.
Alternativ: FINOM Basic (8,99 €/Mo) mit DATEV in allen Tarifen. Kommt auf ähnliche Kosten und ist eine starke Option, wenn du Lexoffice als Buchhaltungssoftware nutzt und maximale Kostenoptimierung willst.
Freelancer auf dem Weg zur GmbH oder mit erstem Team: Qonto
Sobald mehr als eine Person am Konto arbeitet oder du eine GmbH gründest, ist Qonto die sinnvollste Wahl. Team-Features, Rollenverwaltung und Kartenmanagement sind hier am besten umgesetzt. Die UX ist die stärkste im Vergleich.
Für reinen Solo-Betrieb zahlst du bei Qonto Funktionen mit, die du nicht brauchst. Aber wenn der Schritt zur GmbH oder zum ersten Mitarbeiter kommt, bereust du den Wechsel nicht - und sparst dir eine Migration zu einem späteren Zeitpunkt.
Was dieses Konto nicht ersetzt
Wise und Revolut ergänzen, ersetzen nicht: Multi-Currency-Konten für internationale Zahlungen bleiben sinnvoll
Wenn du Kunden im Ausland hast oder in Fremdwährungen fakturierst, ist ein Multi-Currency-Konto eine sinnvolle Ergänzung zum deutschen Geschäftskonto. [Wise][WISE_AFFILIATE_LINK] bietet echte Wechselkurse ohne Aufschlag und Konten in über 40 Währungen. Für internationale Zahlungen ist das günstiger als jedes klassische Geschäftskonto.
Aber: Wise ist Ergänzung, kein Ersatz. Die DE-IBAN für Behördenzahlungen, für GKV-Beiträge, für SEPA-Lastschriften brauchst du nach wie vor. Die Lösung vieler Freelancer: Deutsches Geschäftskonto (FYRST/Holvi/Kontist) als Hauptkonto plus Wise für internationale Transfers. Diese Kombination funktioniert sehr gut in der Praxis. Einen direkten Vergleich der Multi-Currency-Optionen findest du im Wise vs. Revolut Vergleich für Freelancer.
Buchhaltungssoftware separat: Welche Kombination aus Konto und Tool am besten zusammenpasst
Ein Geschäftskonto ist kein vollständiger Ersatz für Buchhaltungssoftware. Selbst Kontist und Holvi mit integrierten Buchhaltungsfunktionen decken nicht alles ab, was für eine ordentliche Einnahmenüberschussrechnung oder die monatliche UStVA nötig ist.
Die sinnvollsten Kombinationen im Überblick:
| Situation | Konto | Buchhaltungstool | Monatliche Kosten |
|---|---|---|---|
| Einsteiger, Minimalsetup | FINOM Solo | Lexoffice XS | 6,90 € |
| Solo, kein Steuerberater | Kontist Start | Integriert reicht oft | 11 € netto |
| Mit Steuerberater, DATEV | Holvi Lite + DATEV | sevDesk/lexoffice separat | 12-22 € |
| Gründer/Team | Qonto Smart | lexoffice oder sevDesk | 19 € + Software |
Finanzielle Klarheit ist kein Nice-to-have
An der Network School habe ich gelernt, dass finanzielle Klarheit einer der entscheidenden Unterschiede zwischen Freelancern ist, die skalieren, und denen, die im Cashflow-Stress enden. Genau wissen, was einkommt, was für Steuern reserviert ist und was wirklich verfügbar ist - das klingt trivial, ist es aber nicht. Die meisten Freelancer, die ich kenne und die Probleme mit Steuervorauszahlungen hatten, hatten kein System. Ein gutes Geschäftskonto ist der erste Schritt zu diesem System.
Wer das NS-Umfeld selbst erleben will - die Gespräche über Finanzstrategien, Freelancing-Strukturen und ortsunabhängiges Arbeiten - der findet dort eine Community, die diese Themen ernsthaft lebt.
Fazit: Welches Konto solltest du nehmen?
Es gibt keine universell richtige Antwort. Aber hier ist die kurze Version:
- Anfänger mit kleinem Umsatz (unter 2.500 €/Mo): FINOM Solo (kostenlos, DATEV inklusive) oder FYRST Base (kostenlos, solide)
- Maximale Kostenoptimierung: FINOM Solo plus Lexoffice XS - zusammen 6,90 €/Mo
- Solo ohne Steuerberater, Steuern oft vergessen: Kontist Start (11 €/Mo netto, automatische Steuerrücklage)
- Mit Steuerberater und DATEV-Bedarf: Holvi Lite plus DATEV Add-on (12 €/Mo gesamt)
- Team oder Weg zur GmbH: Qonto Smart (19 €/Mo netto, beste Team-Features und UX)
Was alle fünf Konten gemeinsam haben: Sie machen es strukturell unmöglich, Privates und Berufliches zu vermischen. Das allein ist den monatlichen Beitrag wert - und spart dir am Jahresende Stunden, die du besser in Kundenarbeit investieren kannst.
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